Die ursprüngliche Cut-the-Rope-Formel erwies sich als genial in ihrer Einfachkeit: eine physische Puzzle-Mechanik, die intuitive Bedienung mit forderndem Denken verband. Die zentrale Frage für jede Fortsetzung lautet daher, wie man dieses fragile Gleichgewicht erhält, ohne es durch bloße Komplexität zu zerstören. Cut the Rope: Time Travel von Zeptolab stellt sich dieser Herausforderung, indem es das bewährte Kernprinzip nicht verwässert, sondern geschickt erweitert. Die Mission bleibt die gleiche – man muss die süße Beute in den wartenden Mund des grünen Wesens Om Nom befördern – doch der Kontext und die Ausführung erreichen eine neue Dimension der Knobelarbeit.
Das Gameplay baut auf der soliden Grundlage des Originals auf, verlangt dem Spieler aber durch die innovative Zwillings-Level-Struktur ein deutlich höheres Maß an Planung und Koordination ab. Man steuert nicht mehr eine einzelne, an Seilen hängende Süßigkeit, sondern muss gleichzeitig zwei Exemplare durch identische Level-Landschaften führen, die in unterschiedlichen Zeitepochen angesiedelt sind. Diese parallele Steuerung transformiert jede Aktion in eine Abwägung: Das Durchtrennen eines Seils oder das Auslösen eines Luftblasen-Transporters in der Steinzeit-Ebene hat unmittelbare Konsequenzen für die Situation in der parallel dargestellten Renaissance-Ebene. Diese mechanische Verflechtung ist das Herzstück der erweiterten Herausforderung.
Die Einführung neuer interaktiver Elemente wie Spiralen, die Objekte beschleunigen, Ketten, die zusätzliches Gewicht und Schwung bringen, sowie teleportierende Portale und tickende Bomben, die unter Zeitdruck setzen, bereichert das physikalische Arsenal erheblich. Jedes dieser Elemente wird schrittweise in den sechs historischen Epochen – Steinzeit, Antikes Griechenland, Altes Ägypten, Mittelalter, Renaissance und Piratenzeit – eingeführt und meisterhaft in die thematische Gestaltung der Level integriert. Die visuelle und animative Präsentation bleibt auf dem hohen Niveau der Serie, mit liebevoll gestalteten Hintergründen und charakteristischen Animationen für Om Nom und seinen urzeitlichen Vorfahren, die jede Epoche lebendig wirken lassen.
Die Android-Version bietet einen umfangreichen und in sich abgeschlossenen Spielinhalt ohne störende Werbeunterbrechungen im Kernspiel. Die Steuerung ist präzise und nutzt die Touch-Eingabe optimal aus, was für ein Physik-Puzzle dieser Art unerlässlich ist. Die Progression ist gut austariert, sodass sich die Komplexität stetig und nachvollziehbar aufbaut.
Starten Sie noch heute Ihr Abenteuer durch die Zeit und fordern Sie Ihren Verstand heraus.
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Kleiner Hinweis: Für den Download und bestimmte Zusatzinhalte wird eine Internetverbindung benötigt. Einige besondere Gameplay-Elemente sind optional käuflich.